Wolf trifft auf Frau

Wölfe sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Die Naturschutzverbände begrüssen sie mit offenen Armen und die Wolfsfreunde können gar nicht genug von Isegrim bekommen. Immer wieder wird mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass Wolfsangriffe auf Menschen äusserst selten vorkommen.

Jetzt ist es passiert: Wolf trifft auf Mensch. Es wurde zwar niemand verletzt, aber ein Wolf hat seine Waffen gezeigt. Was viele Bürger schon lange befürchten, Wolfsfanatiker aber immer ausgeschlossen haben, ist Realität geworden.

Am frühen Morgen des 27. Juni 2014 ist eine junge Mutter im Garten ihres Hauses aus Jesteburg-Lüllau in Niedersachsen auf einen Wolf getroffen. Aufgeschreckt durch plötzlichen Lärm im eigenen Hühnerstall, reagiert die junge Frau sofort. Sie rennt in den Garten und will nach dem Rechten sehen. Dort angekommen, sieht sie etwas Grosses hinter dem Haus verschwinden. Hinter dem Haus kommt es dann zur Konfrontation zwischen dem Wolf und der jungen Mutter. Aus einer Entfernung von max. 3 Meter fletschte der Wolf die Frau an. Nachdem die Frau beginnt zu schreien, ergreift der Wolf die Flucht.

Die Frau weiss wovon sie spricht. Die Jesteburgerin ist gelernte Tierarzthelferin und hat berufliche Erfahrung aus einem Wildpark.

 

Quelle: www.djz.de

Steinadler – der König der Lüfte

Wer im Gebiet Neckertal unterwegs ist, begegnet heute häufiger dem Steinadler als in früheren Jahren. Das ist nicht nur in den Hochalpen, sondern auch in den Voralpen der Fall.  Was sind die Gründe dafür? Dehnt sich das Gebiet des geschützten Adlers weiter ins Flachland aus? Auch in unserem Revier stellen wir fest, dass das Steinadler-Paar eine hohe Brutbereitschaft zeigt und nahezu jedes Jahr eine Brut austrägt.

Mittels Radio- und Satellitenelementrie sind bei jungen Adlern innerhalb weniger Monate Streifgebiete von bis 15000 Quadratkilometern ermittelt worden, was etwas mehr als der doppelten Fläche des Kantons Graubünden entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt Privatdozent Heinrich Haller, der Direktor des Schweizerischen Nationalparks in seiner Forschungsarbeit.

Der Steinadler wurde im 19. Jahrhundert stark gejagt. Die Population in den Alpen erlebte Anfang des 20. Jahrhunderts daher ihren Tiefpunkt. Allein im Kanton Graubünden wurden zwischen 1880 und 1900 total 257 Steinadler geschossen. Ein Jäger erhielt damals 10 Franken Prämie pro Abschuss, was heute etwa 200 Franken entspricht. Mitte der 1990er Jahre, zum Zeitpunkt der letzten schweizerischen Erhebung und rund 100 Jahre nach dem Tiefpunkt, betrug der Bestand wieder 310 Adlerpaare. Seither dürften einige dazugekommen sein. Der Schweizer Adlerforscher und Biologe David Jenny geht heute von ca. 340 Paaren aus. Allerdings hat sich in den letzten 10 bis 20 Jahren das Wachstum verflacht. Vielerorts ist der Bestand im Bereich der Sättigung. Auch im Jura haben sich seit den 1990er Jahren wieder wenige Paare niedergelassen. Im gesamten Alpenraum sind es heute 1300, in Europa etwas über 5000 Paare.

Ob sich der Adler angesichts der Sättigung in den Alpen in flachere (Mittelland-)Gebiete weiter ausbreitet? Jenny meint eher nein, weil die erforderlichen Lebensgrundlagen dem Steinadler klare Verbreitungsgrenzen setzen. Er braucht offene, nahrungsreiche, wenig besiedelte und thermikreiche Landschaften, bevorzugt deshalb Gebiete über der Waldgrenze. Zudem ist er menschenscheu.

Verbreitung der Steinadler-Paar in der Schweiz

Die Adlerforschung geht heute davon aus, dass der jetzige Bestand eine relativ hohe Dichte erreicht, die vielerorts den natürlichen Kapazitätsgrenzen entspricht. Die Nachwuchsraten sind in den letzten Jahrzehnten bei zunehmendem Bestand zurückgegangen. Diese „natürliche Geburtenkontrolle“ ist vor allem eine Folge der häufigeren Revierkämpfe zwischen Artgenossen, welche auch tödlich enden können, und dem damit verbundenen Stress für überlebende Tiere.

50% der gefundenen toten Steinadler sind Kampfopfer als Folge von Auseinandersetzungen innerhalb der eigenen Art. Als weitere Todesursachen fungieren Kollisionen mit Kabeln, Stromtod, illegale Abschüsse oder Bleivergiftungen.

Als Folge der Revierkämpfe kommt es zu einer reduzierten Brutbereitschaft und die Horste mit den Eiern bleiben oft länger verlassen, die Eier kühlen ab, was zur Brutaufgabe führen kann.

Quelle: Vogelwarte Sempach, NZZ

Rothirsche in der Ostschweiz mit Sender

Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes sollen die Wanderrouten und Sommereinstände der Rothirsche untersucht werden. Die zuständigen Stellen der Kantone St.Gallen und Appenzell Innerrhoden haben insgesamt fünf weibliche und zwei männliche Rothirsche eingefangen und mit GPS-Halsbändern versehen.

Erste Erkenntnisse erwarten die Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) im Frühsommer, wenn die Tiere ihre traditionellen Wanderungen in die Sommereinstandsgebiete unternehmen. Das Halsband funktioniert als kleiner Datenspeicher und wird über einen Zeitraum von rund zwei Jahren die entsprechenden Daten liefern. Anschliessend sind die Batterien leer und der Verschluss des Halsbandes soll ferngesteuert geöffnet werden können. Geplant war auch die Einsetzung von Pansensonden in den Netzmagen der Rothirsche, welche Aufschluss über weitere Aktivitätsdaten des Tieres wie Herzschlag und Körpertemperatur geben sollte. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Herstellers konnten diese Pansensonden nicht eingesetzt werden.

Leider wurden vom kantonalen Amt für Natur, Jagd und Fischerei keine Angaben über die Kosten und Nutzen für dieses Projekt gemacht.

Zu hoffen bleibt nicht zuletzt aus Sicht des Tierschutzes, dass sich die Halsbänder dann auch tatsächlich ferngesteuert öffnen lassen. Im Herbst letzten Jahres mussten im Kanton Bern 18 Rehkitze erlegt werden, welche für eine Studie der Universität Zürich mit Halsbandsendern ausgestattet wurden. Leider weiteten sich diese Halsbänder aber nicht wie vorgesehen aus, um sich an die wachsende Halsgrösse der Tiere anzupassen. Den Rehkitzen drohte in der Region Simmen- und Kandertal ein qualvoller Tod.

 

Bundesrat möchte Fotofallen verbieten

Der Bundesrat will, dass Jäger keine Fotofallen für die Beobachtung von Wildtieren mehr einsetzen dürfen. Das Problem sei der Datenschutz. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) soll nun ein Verbot ausarbeiten.

Dieses Verbot stösst nicht nur bei den Jägern auf Unverständnis, selbst bei kantonalen Datenschutzbeauftragten wird dieses Verbot als unangemessen beurteilt.

Wenig Verständnis für das geplante Verbot hat auch der Verband Jagd Schweiz. Präsident Hanspeter Egli verweist gegenüber Radio SRF auf die Empfehlung des Verbandes, wonach die Kameras so installiert werden sollten, dass keine Personen fotografiert werden können.

Ausserdem sei das Problem mit Kameras bei der Jagd vergleichsweise gering, sagte Egli. Mit den vielen Helmkameras auf Skipisten würden viel mehr Menschen fotografiert.

Der Bundesrat kündigte das Verbot vor eineinhalb Wochen in einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Parlament an. Dafür will er die Jagdverordnung anpassen und die Kameras neu auf die Liste der nicht erlaubten Hilfsmitteln für die Jagd aufnehmen. Für die Wildforschung soll der Einsatz von Fotofallen erlaubt bleiben.

Ausstellung Fischen Jagen Schiessen

Logo Ausstellung Bern 2014

Vom 13. bis 16. Februar 2014 findet in Bern die 11. Internationale Ausstellung FISCHEN JAGEN SCHIESSEN statt. Dann treffen sich während vier Tagen wieder Fischer, Jäger, Schützen, Naturfreunde und Outdoor-Fans sowie Schulklassen und Familien an dieser einzigartigen Veranstaltung.

Es werden die aktuellsten Angebote und Produkte der Branche präsentiert und das attraktive Rahmenprogramm mit Naturlandschaften, Vorführungen zur Haltung und Zucht von Jagdhunden und die Fliegenfischen-Shows ziehen mit Sicherheit alle Besuchenden in ihren Bann. Auch musikalisch und kulinarisch werden die Besuchenden an der Messe verwöhnt werden.

Der Gastkanton Wallis wird sich an der FISCHEN JAGEN SCHIESSEN von seiner modernen und weltoffenen Seite präsentieren. Im Walliser Pavillon wird den Besuchern die ganze Vielfalt des Bergkantons gezeigt und man kann sich von den köstlichen Spezialitäten und dem Charme der Walliser verzaubern lassen.

 

 

Dumm gelaufen – Jäger erschiesst aus Versehen einen Wolf

In Graubünden hat ein Jäger irrtümlich einen geschützten Wolf erschossen. Eigentlich wollte er Füchse jagen.

Der Jäger befand sich auf der Passjagd nach Füchsen, als ihm der Irrtum am Wochenende unterlief. Nachdem der Jäger den Fehler bemerkt hatte, erstattete er unverzüglich eine Selbstanzeige bei der Wildhut, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Dienstag mitteilte. Der Abschuss des Wolfs erfolgte im Raum Domleschg in Mittelbünden.

Beim erlegten Wolf handelt es sich um ein junges, männliches Tier. Ob das Raubtier aus dem Rudel vom Calandamassiv abgewandert ist, kann erst nach Vorliegen einer genetischen Analyse festgestellt werden, wie die Jagdbehörden weiter mitteilten.

Die Passjagd, während welcher vorwiegend Füchse erlegt werden, dauert noch bis Ende Februar. Zwischen dem illegalen Abschuss eines Wolfes zu Jahresbeginn und dem irrtümlichen Abschuss am letzten Wochenende soll kein Zusammenhang bestehen.

Bündner Wolf erschossen

Die Wildhut des Kantons Graubünden hat in der Nähe von Tamins am 3. Januar einen Kadaver eines Wolfs gefunden. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte es sich um einen im Jahre 2013 geborenen, männlichen Jungwolf des Calanda Rudels handeln. Gestorben ist er wegen einem Streifschuss. Das Tier litt viele Tage lang.

Wie der Kanton in einem Communiqué schreibt, ist der Wolf an einer illegalen Schussverletzung gestorben. Aufgrund der Befunde ist davon auszugehen, dass das Tier noch einige Tage gelebt hat, bevor es an den Folgen der Schussverletzung verendet ist. Die verwendete Munition deutet gemäss den Behörden auf einen gezielten Schuss hin.

 

Informationsveranstaltung zur Teilrevision des Jagdgesetzes

Am Freitag, 10. Januar 2014, 19:30 Uhr, führten das Volkswirtschaftsdepartement und das ANJF eine Informationsveranstaltung zur Teilrevision Jagdgesetz Kanton St.Gallen in Wattwil durch.

Die Teilrevision des Jagdgesetzes wurde nach einer kontrovers verlaufenen Vernehmlassung überarbeitet. Der Vorschlag enthält nun vereinfachte administrative Abläufe, ein dreiteiliges Finanzierungsmodell und eine griffige Wildschadenregelung.

Das wichtigste in Kürze:

Die Arbeiten an der Teilrevision des Jagdgesetzes begannen im Juni 2009. Der erste Entwurf für einen II. Nachtrag zum Jagdgesetz im Jahr 2011 wurde in der Vernehmlassung kontrovers beurteilt. Im Frühjahr 2013 wurde die Bearbeitung der Teilrevision wieder aufgenommen. Jetzt sind die Grundlagen bereinigt. Sie werden im Januar der Öffentlichkeit und den interessierten Kreisen vorgestellt. Die überarbeitete Revisionsvorlage enthält drei wesentliche Änderungen: Die Revierverpachtung verläuft einfacher und mit klaren Kompetenzen, das Finanzierungsmodell berücksichtigt die Leistungen der Jagd für die Allgemeinheit und es enthält eine Art Versicherungspauschale für die Wildschadenvergütung.

Neue Aufgabenteilung

DieGemeinden werden von Aufgaben und Aufwänden im Bereich der Jagd entlastet, welche neu vom Kanton erfüllt werden. Die Gemeinden können ihre Anliegen bezüglich Verpachtung und Jagdreviere aber weiterhin beim Kanton einbringen, indem sie bei der Neuverpachtung angehört werden.

Wildschaden ist „versichert“

Der Pachtzins umfasst die Aufwendungen der Jagdverwaltung und Wildhut sowie Beiträge zu Lebensraum- und Artenschutzmassnahmen und für Wildschadenvergütungen. Der Wildschaden wird materiell neu geregelt und stark vereinfacht. Die Pächterinnen und Pächter bezahlen mit dem Jagdpachtzins eine Pauschale als „Versicherungsprämie“ an den Kanton. Dieser begleicht dafür die Wildschäden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen und Nutztieren. Jägerinnen und Jäger leisten mit ihrem Auftrag zur Überwachung und Regulierung der Wildtierbestände, zur Fallwildentsorgung, Wildschadenverhütung sowie Schutz und Aufwertung der Lebensräume zugunsten von Tierarten einen bemerkenswerten und anerkennenswerten Beitrag im öffentlichen Interesse. Deshalb wird der Fiskalanteil im Pachtzins gestrichen.

Neue Wildschadenregelung per 1. Januar 2014

Die Regierung hat auch Änderungen in der kantonalen Jagdverordnung betreffend Wildschaden-Entschädigung per 1. Januar 2014 festgelegt: Neu werden kumulierte Bagatellschäden an landwirtschaftlichen Kulturen während eines Pachtjahres entschädigt, sofern der gesamte Schaden wenigstens 300 Franken beträgt. Die Bagatellschadengrenze im Wald und in landwirtschaftlichen Kulturen wurde von 400 auf 300 Franken gesenkt. Damit soll unter anderem auch den potenziellen Schäden durch Wildschweine im Wiesland besser Rechnung getragen werden.

Hallo Welt!

Willkommen auf der neuen Website der Jagdgesellschaft Nassen-Ruer. Dies ist der erste Beitrag. So, und nun genug geschwafelt – jetzt nichts wie ran ans Bloggen!