Verbot statt Subventionen für Stacheldraht

Stacheldraht

Es ist immer wieder ein grosses Ärgernis: Mensch, Nutz- und Wildtiere verletzen sich an den Stacheldraht-Zäunen. Doch der Stacheldraht ist nach wie vor in vielen Kantonen erlaubt und wird sogar wie im Kanton Bern noch subventioniert.

Der Bund hat zwar die Stacheldrahtzäune für La­ma- und Pferdegehege verboten. Doch der Tierschutz schreibt: «Auch Kühe, Kälber, Schafe und Ziegen können sich schwere Verletzungen zuziehen. Wildtiere gehen oft qualvoll ein.»

Im Kanton Graubünden haben die meisten Gemeinden gehandelt: Sie haben Stacheldrahtzäune generell verboten. Viele Kantone zahlen zwar wie der Kanton Bern Subventionen für Weidezäune mit Holzpfählen – aber ausdrücklich nur, wenn kein Stacheldraht gespannt wird. So zum Beispiel die Kantone in der Zentralschweiz sowie St. Gallen, Schaffhausen und Zürich.

Bewilligt hat die Subventionen für die «Weide­infrastruktur aus Holz» das Bundesamt für Landwirtschaft. Und zwar im Wissen darum, dass im Kanton Bern damit auch Stacheldrahtzäune gemeint sind. Das Bundesamt sagt: Der Kanton Bern schaffe damit keinen Anreiz für Stacheldrahtzäune. Die fortschrittlicheren Kantone schaf­fen allerdings einen Anreiz dafür, dass die Bauern den Stacheldraht entfernen.

Bund und Kantone entrichten den Bauern eine neue Art von Direktzahlungen: Der K-Tipp hat im Februar aufgezeigt, dass Bauern in gewissen Regionen der Schweiz Subventionen für Tümpel, Totholz, Asthaufen und Findlinge erhalten.

Nachdem in den vergangenen Jahren die gesetzlichen Auflagen an eine tiergerechte Haltung, etc. massiv verschärft wurden, ist es nun höchste Zeit, dass der Stacheldraht durch Bund und Kantone verboten wird und unsere Weiden und Wanderwege endgültig von diesem Stacheldraht befreit werden.

Jagdhund fit

Ist der Jagdhund fit für die Herbstjagd?

Endlich ist es wieder soweit: die Herbstjagd beginnt! Die Vorbereitungen sind getroffen, die Stände sind eingerichtet, die Schiesstrainings sind erfolgreich absolviert worden und die Gäste sind eingeladen. Nun kann es los gehen! Doch wie sieht es mit unseren Jagdhunden aus? Ist der Jagdhund bereit und fit für die Herbstjagd?

Auch bei Jagdhunden gilt: Nach der Jagdsaison ist vor der Jagdsaison. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, den Jagdhund auch zwischen der Saison fit und trainiert zu halten. Eine stabile Grundfitness über das ganze Jahr hinweg fördert die Gesundheit des Hundes und sorgt dafür, dass er auch gestärkt in die neue Saison besser starten kann.

Während der jagdlosen Zeit haben viele berufstätige Jäger das Problem, nicht genügend Zeit zu haben, um sich um ihren vierbeinigen Jagdkameraden zu kümmern. Spaziergänge und kurze Spieleinheiten zuhause im Garten schaden zwar nicht, sind aber keine wirkliche Beschäftigung für einen ausgebildeten Jagdhund. Auch ausgebildete Jagdhunde müssen im Training bleiben, um ihre guten Fähigkeiten zu erhalten. Oftmals wird der Jagdhund in der jagdruhenden Zeit sträflich vernachlässigt und die notwendige Bindung zwischen Hundehalter und Jagdhund geht gänzlich verloren. Zu Beginn der Herbstjagd erwartet dann der Hundehalter absolute Höchstleistungen von seinem Jagdkamerad. Die Realität sieht oftmals ganz anders aus: der Hund hat nur wenig Lust am jagdlichen Geschehen und der Wille zum Hundehalter zurückzukehren hält sich auch in Grenzen.

Während der Jagdzeit muss darauf geachtet werden, dass der Hund angemessen  kalorische Nahrung zu fressen bekommt. Nach der Jagdsaison sollte die grosse Menge an Energie natürlich wieder zurückgeschraubt werden, damit der Hund nicht Gefahr läuft, Übergewicht zu entwickeln.

Genügend Bewegung ist einer der wichtigsten Faktoren im Leben eines Jagdhundes. Ausserhalb der Jagdsaison sorgt eine gute Fitness dabei für eine gesunde physische Kondition. Eine jagdliche Nähe sollte dabei immer beibehalten werden. Damit das erlernte erhalten bleibt, reichen ein paar Minuten pro Woche, um die jagdlichen Kommandos ins Gedächtnis zurück zu rufen.

Wird der Luchs und Wolf bald reguliert?

Der Bundesrat hat am 15. Juli 2015 die revidierte Jagdverordnung in Kraft gesetzt, welche auch Auswirkungen auf den Luchsbestand beinhaltet. Wildtiere würden die Kulturlandschaft der Schweiz zwar bereichern, teilte das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit. Sie würden aber auch Schäden und Konflikte verursachen. Es gelte deshalb, zwischen Schutz und Nutzung ein Gleichgewicht zu finden. So hält die geänderte Jagdverordnung fest, dass Kantone geschützte Wildtiere auch dann zum Abschuss frei geben können, wenn die Tiere „hohe Einbussen bei der Nutzung von Jagdregalen“ verursachen und die Jäger konkurrenzieren würden.

Das Fotofallenmonitoring der KORA im LUNO-Perimeter (Region Tössstock im Nordwesten, die Churfirsten und den Alpstein im Süden und Südosten, sowie die Region Alvier im Nordostenim vergangenen Winter 2014/15 hat den Eindruck der Jagdgesellschaften bestätigt, dass der Luchsbestand in wenigen Jahren sehr stark gestiegen ist. Zahlreiche Jagdgesellschaften vermelden einen massiven Rückgang der Reh- und Gamsbestände.
Ein Blick ins Ausland zeigt ein ähnliches Bild. In Finnland hat sich der Luchsbestand in nur fünf Jahren auf über 2500 Stück verdoppelt. Währenddem das finnische Ministerium für Land- und Forstwirtschaft den Luchs in die Liste des jagdbaren Wildes aufnehmen will, ist der Kanton St.Gallen gut beraten, den Beginn der Regulation rechtzeitig an die Hand zu nehmen und nicht erst Massnahmen einzuleiten, wenn es schon zu spät ist.

Fit mit Wild – die neuen Flexitarier

Sie kommen aus der Stadt. Sie sind sportlich, fit, gewissenhaft und lieben gutes Essen. Sie essen Fleisch, aber nicht irgendwelches: Die neuen Flexitarier.

Vegetarier sind weit verbreitet, daher gut bekannt. Aber was hat man sich unter Flexitariern vorzustellen? Dieser Begriff ist in unseren Breitengraden noch recht neu, den Amerikanern aber ist er sehr geläufig. Schon im Jahr 2003 kürte die Amerikanische Gesellschaft für Dialekt „flexitarian“ als brauchbarsten Begriff des Jahres. Flexitarier sind so etwas wie flexible Vegetarier, also Leute, die zwar Fleisch essen, dies aber nicht regelmäßig oder täglich tun; eine Art Halbzeitvegetarier. Der Flexitarier wird als einen sehr massvollen, auf Tierschutz bedachten und sehr qualitätsbewussten Fleischesser beschrieben. Neben Umweltaspekten spielt bei der Entscheidung sich flexitarisch zu ernähren auch ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein mit hinein.

Für den klassischen Flexitarier ist eine Massentierhaltung schwierig und undenkbar. Fleisch von Weiderindern und Eier aus Freilandhaltung enthalten eine deutlich günstigere Zusammensetzung von Fettsäuren und Vitaminen.  Kein Wunder – sie ernähren sich artgerechter, sie bewegen sich mehr und sie leben am Tageslicht. Unabhängig von der ethischen Frage, halten sie sogenanntes Biofeisch einfach für gesünder. Viele von ihnen haben auch das Wild für sich entdeckt. Doch warum eigentlich?

Auf der einen Seite sicher, weil die Tiere ein gutes Leben haben und andererseits, weil die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, welcher unser Körper nicht selber herstellen kann, im Wildbret reichlich vorhanden sind. Diese Säuren bauen unsere Zellmembrane auf, beugen Organschäden vor und sorgen für eine jünger aussehende Haut. In Schwein und Gefügel ist das Verhältnis zu den anderen Fettsäuren schlechter.

Die meisten Menschen ernähren sich heute ungesünder als früher. Sie  essen zu viele Kohlenhydrahte, die in Reis,  Brot und Kartoffeln enthalten sind. Und sie essen zu viel Fleisch aus Massentierhaltung. Dabei ist es vor allem fettarmes Wildbret, kombiniert mit reichlich grünem Gemüse, das unserem Körper besser täte. Denn es enthält Dinge, die der Körper nicht selber herstellen kann, etwa Eisen oder Vitamin B12, wichtige Nährstofe, um schlimmen Krankheiten wie Demenz vorbeugen zu können. Darum warnen die Flexitarier auch vor veganer Ernährung, welche sich in den letzten Jahren zu einem globalen Trend ausgeweitet hat. Denn wer streng vegan lebt, also auf alle tierischen Erzeugnisse verzichtet, der muss Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Wildfeisch ist momentan ein Trend in der Gastronomie. Und es hat die Tendenz zum Megatrend.

Präventations-App

Eine App gegen Zeckenbisse

Mit den warmen Temperaturen kommen auch die Zecken aus ihren Löchern. Eine App von ZHAW-Forschern sorgt dafür, dass Sie bestens vorbereitet sind.

Die Attacke einer Zecke verläuft meist unbemerkt. Das macht sie so gefährlich. Denn ein Biss von den Blutsaugern kann unter anderem Lyme-Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Neoehrlichiose hervorrufen. Alles Krankheiten, die unbehandelt zum Tod führen können. Aus Angst, sich zu infizieren, meiden mittlerweile viele Menschen Gegenden mit hohem Gras und dichtem Gestrüpp. Denn dort fühlen sich die Zecken so richtig wohl.

Die von Forschern der Zücher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) entwickelte App «Zecke» soll den Besorgten die Freude am Draussensein zurückgeben und gleichzeitig die Zahl der von einem Biss betroffenen Personen senken.

Diese App hilft, Risiko-Gebiete zu lokalisieren und sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln. Zudem entlarvt sie die häufigsten Irrtümer betreffend der Blutsauger. Entwickelt wurde sie von Zeckenexperten von der Forschungsgruppe Phytomedizin am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen in Wädenswil.

Dass sich die Installation der kostenfreien App durchaus lohnen kann, zeigt ein Blick in die Statistik. Denn die Zahl der Arztbesuche wegen Zeckenstichen und durch Zecken übertragene Krankheiten in der Schweiz liegt bei rund 20’000 Fällen pro Jahr. Davon waren 2014 etwa 100 Personen von FSME und etwa 9000 Personen von der Lyme-Borreliose betroffen.

Derzeit ist die Präventions-App für iOS-Geräte erhältlich. 2016 soll eine Android-Version auf den Markt kommen.

Gefährliche Blutsauger

Gefährliche Blutsauger

Im hohen Gras, in Sträuchern und im Unterholz lauern sie – Zecken. Als wären Borreliose und FSME (Hirnhautentzündung) nicht schon schlimm genug, haben Forscher des Zürcher Universitätsspitals einen neuen Krankheitserreger in heimischen Zecken nachgewiesen.

Auf das Problem aufmerksam wurden die Forscher durch eine erkrankte 70-jährige Frau: Diese litt an einer durch Spiroplasmen verursachten Hepatitis. Es ist der erste bekannte Fall dieser Art weltweit, wie die Forscher im «American Journal of Transplantation» schrieben. Auf der Suche nach der möglichen Quelle der Infektion suchte man auch in Zecken in der Umgebung von Zürich. Und tatsächlich: Genau die Spiroplasmen-Art im Blut der Patientin fanden die Forscher auch in Zürcher Zecken. Dabei handelt es sich um sogenannte Spiroplasmen – zellwandlose Bakterien, die Hepatitis (Gelbfieber, eine schwere Erkrankung der Leber) auslösen können.

Obwohl nicht garantiert sei, dass sich die Frau mit einem Zeckenbiss angesteckt habe, sei davon auszugehen, dass es in der Schweiz eine neue Zeckenerkrankung gebe. Diese sei bisher allerdings nur bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem aufgetreten. Und bei rechtzeitiger Therapie liesse sich die Erkrankung behandeln: Die Zürcher Patientin hat, so der «Tages-Anzeiger», ihre schwere Krankheit gut überstanden.

500 Franken Busse für jagenden Hund

Einer 27-jährigen Tierpflegerin wurde wegen fahrlässigen Jagenlassens und mangelnden Beaufsichtigens eines Hundes eine Busse von 500 Franken auferlegt. Die Aussage einer einzigen Zeugin, die sah, wie ein Hund Rehe jagte, hat ausgereicht: Die Berufung einer beschuldigten Tierpflegerin vor dem Zürcher Obergericht war erfolglos.

Im Februar 2013 meldete eine Hundehalterin und ausgebildete Hundetrainerin dem Veterinäramt, wie sie im Bezirk Meilen an einem Waldrand einen freilaufenden Hund gesehen hatte, der Rehe jagte. Der Hund sei anschliessend zu einer Spaziergängerin zurückgekehrt, die mit insgesamt fünf freilaufenden Hunden unterwegs gewesen sei. Beim jagenden Vierbeiner habe es sich um einen Husky-Bernhardiner-Mischling.

Mit fünf Hunden unterwegs
Mit Strafbefehl vom 17. Juni 2013 wurde die Spaziergängerin – eine 27-jährige Tierpflegerin, die ebenfalls Hundekurse gibt – wegen mangelnden Beaufsichtigens und fahrlässigen Jagenlassens eines Hundes zu einer Busse von 500 Franken verurteilt. Im Strafbefehl des Statthalteramtes heisst es, der Hund habe sich von dem Hunderudel entfernt und einen Sprung Rehe im Wald bejagt. Auch nach seiner Rückkehr habe es die Frau unterlassen, den Hund anzuleinen. Die Tierpflegerin akzeptierte den Strafbefehl nicht und verlangte eine gerichtliche Beurteilung. Das Bezirksgericht Meilen bestätigte das Urteil aber. Dagegen ging die Frau in Berufung.

Die Beschuldigte, die selber nicht die Hundehalterin ist, hatte nie bestritten, mit den von ihr betreuten fünf Hunden am fraglichen Ort spazieren gewesen zu sein. Sie machte aber stets geltend, sich an den von der Zeugin geschilderten Vorfall nicht erinnern zu können. Die Verteidigung bestritt nicht, dass die Zeugin wohl einen jagenden Hund wahrgenommen hatte. Dabei habe es sich aber nicht um Finn gehandelt. Es stand Aussage gegen Aussage.

Die Verteidigung kritisierte unter anderem das Fehlen einer hundepsychologischen Begutachtung. Allerdings hatte die Beschuldigte einen solchen Beweisantrag zuvor nie gestellt, und das Obergericht schreibt: Auch wenn ein Gutachten zum Schluss käme, dass der Hund grundsätzlich nicht über einen besonderen Jagdinstinkt verfügt, könne daraus nicht zwangsläufig abgeleitet werden, dass er in der konkreten Situation nicht Rehen nachgejagt sei.

Keine Zweifel an Zeugin
Die Verteidigung beanstandete zudem, dass die Vorinstanz die Aussagen der einzigen Zeugin ungewohnt wohlwollend beurteilt und gestützt auf «willkürliche Tatsachenfeststellung» die Glaubwürdigkeit der Beschuldigten zu kritisch gewürdigt habe. Doch das Obergericht kommt zum Schluss, die Vorinstanz habe die Glaubwürdigkeit der Zeugin zu Recht nicht in Zweifel gezogen. Es sei verständlich, dass die Zeugin als Hundekursleiterin das Verhalten der Beschuldigten kritisiere. Daraus könne kein Motiv für eine falsche Anschuldigung abgeleitet werden.

Um eine Verwechslung handle es sich nicht. Die Zeugin habe den Hund zur Beschuldigten zurückrennen sehen, und die Beschreibung des Hundes treffe zu. Das Obergericht verneinte insbesondere auch die Kritik, die Vorinstanz habe den Grundsatz «in dubio pro reo» verletzt. Denn es hätten gar keine Zweifel an der Aussage der Zeugin bestanden. Im nur schriftlich geführten Berufungsverfahren wurde die Busse bestätigt. Der Beschuldigten wurden sämtliche Kosten auferlegt.

Wohlige Winterwärme

Währenddem sich der Jäger in dieser kalten Winterzeit mit Thermounterwäsche, Glühwein und Kachelofen warm und bei Laune halten muss, haben die Wildtiere ihre eigenen Methoden und Ausstattungen, um mit Eis und Frost fertig zu werden.

Kälte und Nahrungsmangel
Lange Kälteperioden sind für die Wildtiere nicht nur unangenehm, sie können lebensbedrohend sein. Die innere Körpertemperatur darf ein bestimmtes Niveau nicht unterschreiten, sonst droht der Erfrierungstod. In der kalten Jahreszeit ist auch weniger Nahrung vorhanden, die zudem noch nährstoffärmer ist. Im Verlaufe des Winters reduziert sich die verfügbare Nahrung noch mehr, weil nichts mehr nachwächst.

Energiereserven aufbauen
Ein dickes Winterfell hilft den Körper gut zu isolieren. Im Herbst werden zudem Fett-Reserven angelegt, die einerseits als Isolation wichtig sind, andererseits dienen sie als Notreserve, wenn die Nahrung im Winter zu spärlich wird. Viele Wildtiere stellen aber auch ihren ganzen Körper auf Sparen ein. Beim Reh zum Beispiel verkleinert sich im Winter das Pansenvolumen um etwa 30 Prozent, um sich der verringerten Nahrungsmenge anzupassen.

Energie sparen
Der Energieverbrauch wird im Winter markant herabgesetzt. Die Wildtiere bewegen sich nur noch wenig. Den grössten Teil der Zeit liegen die Tiere an geschützten Stellen und trotzen so dem scharfen Wind, dem Eisregen, dem Schnee und der eisigen Kälte. So können sie die wertvollen Fettreserven schonen.

Rehe im Winter nicht erschrecken
Wenn Sie im Winter Rehe auf Feldern oder Fluren ausmachen, achten Sie darauf, dass Sie diese nicht erschrecken. Die Tiere wirken oft zutraulich, was jedoch nur der Tatsache geschuldet ist, dass sie Energie sparen wollen. Wenn Sie den Rehen im Winter zu nahe kommen, laufen diese fort und verbrauchen so dringend benötigte Energiereserven. Außerdem sollten Sie die schreckhaften Tiere nicht selbst füttern. Sie sind gut auf den Winter vorbereitet und im Notfall füttern erfahrene Förster zu.

 

Richtungsänderung im Umgang mit Grossraubtieren?

Mit einer Anpassung der eidgenössischen Jagdverordnung möchte der Bund den Anliegen und Bedenken von Landwirtschaft, Jägern und weiten Teilen der Bergbevölkerung Rechnung tragen. Damit soll unter bestimmten Voraussetzungen der Abschluss von Wölfen erleichtert werden.

Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren so kontroverse Reaktionen ausgelöst wie die Rückkehr von Wolf, Luchs und anderen Grossraubtieren in der Schweiz. Aufgrund der starken Ausbreitung hat sich die Situation stark verändert.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU wird im Auftrag von Bundesrätin Doris Leuthard eine entsprechende Revision der eidgenössischen Jagdverordnung vorbereiten. Neu soll auch der Abschuss von Jungwölfen in Gebieten mit Wolfsrudeln möglich werden, wenn sich Jungtiere wiederholt innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen aufhalten.

Die angepasste Jagdverordnung soll in diesem ersten Quartal 2015 in die Anhörung geschickt werden. Die geänderte Verordnung könnte frühestens auf den 1. Juni 2015 in Kraft treten.

Nein zum Naturpark

Die Gemeinden Neckertal, Hemberg und Schönengrund haben am gestrigen Abstimmungs-Sonntag die Schaffung eines Naturparks Neckertal klar abgelehnt. Nur Oberhelfenschwil stimmte der Vorlage knapp zu. Damit ist die minimale Perimertergrösse von mindestens 100 km2 nicht mehr gegeben und das zweite Parkvorhaben im Toggenburg gescheitert.

Kaum ein Thema hat in den Gemeinden in letzter Zeit so polarisiert wir das Vorhaben Naturpark Neckertal. Dies spiegelt sich auch in der aussergewöhnlich hohen Stimmbeteiligung. 1407 Ja-Stimmen standen am Sonntag nach der Auszählung in allen vier Gemeinden ganzen 1763 Nein-Stimmen gegenüber.

Als Projekt von nationaler Bedeutung hätte der Naturpark von Bund, Kantonen und Gemeinden mit jährlichen Kosten von CHF 900’000 finanziert werden sollen. Die bereits bestehende Geschäftsstelle in Brunnadern wird wieder geschlossen.